Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Ressourcenallokation und die Bewertung der Ertragskraft der Geschäftssegmente werden bei Bayer durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger wahrgenommen. Die Segment- und Regionenabgrenzung sowie die Auswahl der dargestellten Kennzahlen erfolgen in Übereinstimmung mit den internen Steuerungs- und Berichtssystemen („Management Approach“). Es werden grundsätzlich dieselben Rechnungslegungsvorschriften zugrunde gelegt, wie sie für den Konzern in Anhangangabe „Grundlagen und Methoden sowie Unsicherheiten aufgrund von Schätzungen“ beschrieben sind.

Der Bayer-Konzern wurde 2015 über strategische Geschäftseinheiten in Form von Divisionen (HealthCare), Geschäftsbereichen (CropScience) und Business Units (Covestro; vormals: MaterialScience) gesteuert und bestand zum 31. Dezember 2015 aus drei Teilkonzernen, die sich in vier berichtspflichtige Segmente aufteilten. Im Rahmen der Ausrichtung des Bayer-Konzerns als Life Sciences umfassen bei Bayer die Bereiche Gesundheit und Agrarwirtschaft und beschreiben den Bayer-Konzern ohne seine rechtlich eigenständige Tochtergesellschaft Covestro. Zu den Life-Science-Bereichen gehören die Divisionen Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science sowie die Geschäftseinheit Animal Health. -Unternehmen wurde im September 2015 eine organisatorische Neuausrichtung zum 1. Januar 2016 beschlossen. Der bisherige Teilkonzern Bayer HealthCare wurde aufgelöst. Pharma und Radiologie sind nun im Segment Pharmaceuticals integriert. Das Segment Consumer Health beinhaltet ausschließlich das Consumer-Care-Geschäft. Animal Health ist berichtspflichtiges Segment. Der Teilkonzern Bayer CropScience ist zum Segment Crop Science geworden. Covestro bleibt berichtspflichtiges Segment.

Im Segment Crop Science wurden die Geschäftssegmente Crop Protection / Seeds und Environmental Science im Wesentlichen aufgrund ihrer vergleichbaren Art der agrarwirtschaftlichen Produkte, z. B. im Bereich des Pflanzenschutzes und der damit verbundenen vergleichbaren Produktionsprozesse sowie der vergleichbaren Vertriebsmethoden, insbesondere auch über Großhändler, zusammengefasst.

Die Segmente umfassen die folgenden Aktivitäten:

Aktivitäten je Segment

Aktivitäten

Entwicklung, Produktion und Vertrieb verschreibungspflichtiger Produkte, insbesondere auf den Gebieten Herz-Kreislauf, Frauengesundheit und Spezialtherapeutika in den Bereichen Onkologie, Hämatologie und Augenheilkunde sowie Medizingeräte zum Einsatz in der diagnostischen Bildgebung mit hierfür benötigten Kontrastmitteln

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von überwiegend verschreibungsfreien (OTC = Over the Counter) Produkten in den Kategorien Dermatologie, Nahrungsergänzung, Schmerz, Magen-Darm-Erkrankungen, Allergien, Erkältung, Fußpflege und Sonnenschutz

Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines umfassenden Produktportfolios in den Bereichen Saatgut und Pflanzeneigenschaften, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von verschreibungs- und nichtverschreibungspflichtigen Tierarzneimitteln

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Rohstoffen für Polyurethane, Polycarbonatgranulate und -platten, von Lack-, Kleb- und Dichtrohstoffen sowie von Kuppelprodukten, die bei der Polyetherherstellung, Chlorproduktion und -verwendung entstehen

1 Das Konsumentengeschäft von Environmental Science gehört mit Unterzeichnung des Verkaufsvertrags mit SBM Développement SAS, Lyon, Frankreich, im Jahr 2016 nicht mehr zum fortzuführenden Geschäft.

Geschäftsaktivitäten, die keinem anderen Segment zugeordnet werden können, sind unter „Alle sonstigen Segmente“ ausgewiesen. Hierzu zählen vor allem die Dienstleistungen der Servicebereiche Business Services, Technology Services und Currenta.

Die Positionen in „Corporate Functions und Konsolidierung“ umfassen im Wesentlichen die Bayer-Holding-Gesellschaften sowie das Bayer Lifescience Center, das sich auf die Entwicklung von entscheidenden, speziesübergreifenden Innovationen konzentriert. Darüber hinaus sind Mehr- oder Minderaufwendungen aus einer höheren oder niedrigeren Performance der Bayer-Aktie im Rahmen der konzernweiten langfristigen aktienbasierten Vergütung sowie die Konsolidierung der Intersegment-Umsatzerlöse (Geschäftsjahr 2016: 2,3 Mrd. €; Vorjahr: 2,4 Mrd. €) darin enthalten.

In Tabelle B 1/2 „Kennzahlen nach Regionen“ wird zum 31. Dezember die Region Europa zusammen mit Nahost und Afrika ausgewiesen. Lateinamerika bleibt als eigene Region bestehen. Die Aufteilung der Regionen folgt der internen regionalen Verantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder der Bayer AG. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. In der Überleitung In der Überleitung werden zum einen Geschäftsaktivitäten berücksichtigt, die keinem anderen Segment (Alle sonstigen Segmente) zugeordnet sind. Hierzu zählen vor allem Dienstleistungen der Servicebereiche Business Services, Technology Services und Currenta. Zum anderen weisen wir in der Überleitung „Konzernfunktionen (Corporate Functions) und Konsolidierung“ aus, die im Wesentlichen die Bayer-Holding-Gesellschaften sowie das Bayer Lifescience Center umfassen. der Tabelle „Kennzahlen nach Regionen“ werden konzerninterne Posten und Transaktionen eliminiert (Interregionen-Umsatzerlöse) sowie Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden, die den Regionen nicht direkt zuzuordnen sind, ausgewiesen.

Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:

  • In den Tabellen „Kennzahlen nach Segmenten“ und „Kennzahlen nach Regionen“ und in diesem Kapitel sind ergänzende Leistungskennzahlen enthalten, die den Regulierungen der einschlägigen Rechnungslegungsstandards, nach denen der zusammengefasste Lagebericht und der Konzernabschluss aufgestellt wird, nicht unterliegen. Hierzu zählen im Wesentlichen EBIT, EBITDA, EBIT vor Sondereinflüssen, EBITDA vor Sondereinflüssen und Return on Capital Employed. Erläuterungen zur Definition und Ermittlung dieser alternativen Leistungskennzahlen sind im Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“ im zusammengefassten Lagebericht des Bayer-Geschäftsberichts 2016 aufgeführt.
  • Die Intersegment-Umsätze zeigen die Umsatzerlöse, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsatzerlöse werden marktorientiert festgelegt (Arm‘s-Length-Prinzip).
  • Der Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit entspricht dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit nach IAS 7 (Statement of Cash Flows).
  • Im Vermögen sind sämtliche Vermögenswerte enthalten, die einem Segment dienen. Wesentliche Beteiligungen, die einen direkten Bezug zum operativen Geschäft aufweisen, werden ebenfalls im Segmentvermögen berücksichtigt; angegeben sind jeweils die Stichtagswerte zum 31. Dezember.
  • Mit dem Geschäftsjahr 2016 wurde der CFRoI (als Maßstab für die Verzinsung des eingesetzten Kapitals) durch den Return on Capital Employed (ROCE) als wertorientierte Kennzahl abgelöst. Sowohl CFRoI als auch ROCE zählen zu den alternativen Leistungskennzahlen.
  • Die Equity-Positionen betreffen die Ergebnisse und Buchwerte der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen.
  • Da die finanzielle Steuerung unserer Konzerngesellschaften zentral über die Bayer AG erfolgt, werden Finanzverbindlichkeiten nicht direkt den einzelnen Segmenten zugeordnet. Grundsätzlich enthalten die in der Position Verbindlichkeiten ausgewiesenen Segmentschulden daher keine Finanzverbindlichkeiten. Diese sind in der Überleitung enthalten.
  • Die Anzahl der Mitarbeiter (Festanstellungen und befristete Arbeitsverhältnisse) wird in Vollzeitbeschäftigte (FTE) umgerechnet dargestellt. Teilzeitbeschäftigte werden dabei gemäß ihrer vertraglichen Arbeitszeit proportional berücksichtigt. Auszubildende sind in dieser Kennzahl nicht enthalten.

Überleitungsrechnungen

Die nachfolgenden Tabellen enthalten die Überleitungsrechnungen des EBITDA vor Sondereinflüssen, des EBIT vor Sondereinflüssen und des EBIT zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns sowie die Überleitung des Vermögens und der Verbindlichkeiten der Segmente zum Konzernvermögen bzw. zu den Konzernverbindlichkeiten.

Überleitung In der Überleitung werden zum einen Geschäftsaktivitäten berücksichtigt, die keinem anderen Segment (Alle sonstigen Segmente) zugeordnet sind. Hierzu zählen vor allem Dienstleistungen der Servicebereiche Business Services, Technology Services und Currenta. Zum anderen weisen wir in der Überleitung „Konzernfunktionen (Corporate Functions) und Konsolidierung“ aus, die im Wesentlichen die Bayer-Holding-Gesellschaften sowie das Bayer Lifescience Center umfassen. vom EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns

 

 

2015

 

2016

 

 

in Mio. €

 

in Mio. €

Vorjahreswerte angepasst

1

Zur Definition siehe Zusammengefasster Lagebericht Kapitel „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.

EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente

 

10.722

 

11.640

EBITDA vor Sondereinflüssen Corporate Functions und Konsolidierung

 

−466

 

−338

EBITDA vor Sondereinflüssen1

 

10.256

 

11.302

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen vor Sondereinflüssen der Segmente

 

−3.190

 

−3.166

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen vor Sondereinflüssen Corporate Functions und Konsolidierung

 

−6

 

−6

Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen vor Sondereinflüssen

 

−3.196

 

−3.172

EBIT vor Sondereinflüssen der Segmente

 

7.532

 

8.474

EBIT vor Sondereinflüssen Corporate Functions und Konsolidierung

 

−472

 

−344

EBIT vor Sondereinflüssen1

 

7.060

 

8.130

Sondereinflüsse der Segmente

 

−792

 

−1.068

Sondereinflüsse Corporate Functions und Konsolidierung

 

−27

 

−20

Sondereinflüsse1

 

−819

 

−1.088

EBIT der Segmente

 

6.740

 

7.406

EBIT Corporate Functions und Konsolidierung

 

−499

 

−364

EBIT1

 

6.241

 

7.042

Finanzergebnis

 

−1.005

 

−1.155

Ergebnis vor Ertragsteuern

 

5.236

 

5.887

Überleitung vom Segment- zum Konzernvermögen

 

 

2015

 

2016

 

 

in Mio. €

 

in Mio. €

Vermögen der operativen Segmente

 

65.654

 

66.252

Vermögen Corporate Center und Konsolidierung

 

181

 

507

Nicht verteilte Vermögenswerte

 

7.899

 

15.479

Vermögenswerte aus nicht fortgeführtem Geschäft

 

183

 

Konzernvermögen

 

73.917

 

82.238

Überleitung von den Segment- zu den Konzernverbindlichkeiten

 

 

2015

 

2016

 

 

in Mio. €

 

in Mio. €

Verbindlichkeiten der operativen Segmente

 

24.557

 

26.617

Verbindlichkeiten Corporate Center und Konsolidierung

 

2.645

 

1.996

Nicht verteilte Verbindlichkeiten

 

21.158

 

21.728

Rückstellungen in direktem Zusammenhang mit nicht fortgeführtem Geschäft

 

112

 

Konzernverbindlichkeiten

 

48.472

 

50.341

Hinsichtlich der Überleitungsrechnung der Segmentumsätze zu den Konzernumsätzen wird auf die Darstellung innerhalb der Kennzahlen nach Segmenten verwiesen (Anhangangabe „Kennzahlen nach Segmenten und Regionen“).

Informationen über geografische Gebiete

Die Außenumsätze nach Verbleib sowie die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen teilten sich regional wie folgt auf:

Informationen über geografische Gebiete

 

 

Außenumsatz nach Verbleib

 

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

 

 

2015

2016

 

2015

2016

 

 

in Mio. €

in Mio. €

 

in Mio. €

in Mio. €

Vorjahreswerte angepasst

Deutschland

 

4.925

4.809

 

12.385

12.468

USA

 

11.168

11.310

 

14.420

14.297

China

 

4.212

4.603

 

3.260

2.938

Schweiz

 

691

662

 

5.298

5.047

Sonstige

 

25.089

25.385

 

8.286

8.243

Gesamt

 

46.085

46.769

 

43.649

42.993

Informationen über wichtige Kunden

Im Geschäftsjahr 2016 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Bayer-Konzerns getätigt.