Vergütung des Vorstands

Anpassung des Vergütungssystems zum 1. Januar 2016

Die Vergütung des Vorstands ist an die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts gekoppelt.

Das Gesamtvergütungssystem für den Vorstand der Bayer AG orientiert sich an der Unternehmensstrategie und zielt auf eine erfolgsorientierte und nachhaltige Unternehmensführung sowie eine angemessene Struktur und Höhe der Vergütung. Die Vergütungsstruktur des Bayer-Konzerns ist grundsätzlich sowohl für den Vorstand als auch für die übrigen Führungskräfte einheitlich aufgebaut. Die Systematik und die Angemessenheit des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder werden auf Vorschlag des Personalausschusses des Aufsichtsrats durch das Aufsichtsratsplenum festgelegt, regelmäßig überprüft und ggf. angepasst. Hierbei werden alle in der Ziffer 4.2.2 des DCGK empfohlenen Beurteilungskriterien berücksichtigt. Die Angemessenheit und Üblichkeit der Vergütung wurde von einem unabhängigen Vergütungsberater bestätigt.

Bei der Ende 2015 vorgenommenen umfassenden Überprüfung des Vergütungssystems identifizierte der Aufsichtsrat einen Anpassungsbedarf, der in erster Linie auf die seit dem 1. Januar 2016 geltende neue divisionale Organisationsstruktur des Konzerns, die Erweiterung des Vorstands um drei neue operative Vorstandsmitglieder sowie die angestrebte Positionierung in Relation zu den übrigen DAX-Unternehmen zurückzuführen ist. Das angepasste Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands wurde durch die ordentliche Hauptversammlung am 29. April 2016 mit großer Mehrheit gebilligt.

Höhere Transparenz durch Vereinfachung der Vergütungsstruktur

In der neuen Vergütungsstruktur für den Vorstand des Bayer-Konzerns blieb die Relation der erfolgsunabhängigen Vergütungskomponenten (ca. 30 %) zu den erfolgsbezogenen variablen Vergütungskomponenten (ca. 70 %) weitgehend unverändert. Bei einer 100-prozentigen Zielerreichung eines Vorstandsmitglieds sieht das neue System folgende Aufteilung der Vergütungskomponenten vor:

Verhältnis der Vergütungsbestandteile bei 100%-Zielerreichung

Verhältnis der Vergütungsbestandteile bei 100%-Zielerreichung (Tortendiagramm)Verhältnis der Vergütungsbestandteile bei 100%-Zielerreichung (Tortendiagramm)

1 ohne Sachbezüge, sonstige Leistungen und Pensionsleistungen

Die Struktur der erfolgsunabhängigen Komponenten hat sich nicht geändert. Die Anpassungen betreffen im Wesentlichen die variablen erfolgsbezogenen Vergütungskomponenten. Diese setzen sich nun aus einer kurzfristigen jährlichen variablen Barvergütung (STI = Short Term Incentive), die entsprechend dem Zielerreichungsgrad vollständig in bar im Folgejahr ausbezahlt wird, sowie aus einer langfristigen variablen Barvergütung (LTI = Long Term Incentive), zusammen. Die Systematik des neuen LTI-Programms wurde ebenfalls angepasst und orientiert sich am „Shareholder Return“. Die einzelnen erfolgsbezogenen Komponenten sind bei ihrer Auszahlung auf einen Maximalbetrag (Cap) begrenzt. Darüber hinaus existiert eine Höchstgrenze für die Auszahlung aus der Gesamt-Barvergütung. Diese beträgt das 1,8-Fache der jeweiligen Zielvergütung und wird jährlich mit der Bestimmung der Festvergütung betragsmäßig festgesetzt.

Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder Zusagen für die Alters- und Hinterbliebenenversorgung.

Erfolgsunabhängige Komponenten

Jährliche Festvergütung

In der Höhe der jährlichen erfolgsunabhängigen Festvergütung der Vorstandsmitglieder sind die übertragene Funktion und Verantwortung sowie die Marktbedingungen berücksichtigt. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Höhe der Festvergütung des Vorstands unter Einbeziehung des Verbraucherpreisindex und nimmt ggf. Anpassungen vor. Die jährliche Festvergütung für den Vorstand wird in zwölf Monatsraten ausgezahlt.

Sachbezüge und sonstige Leistungen

Sachbezüge und sonstige Leistungen enthalten im Wesentlichen Sachleistungen wie Firmenfahrzeuge mit Fahrer oder Fahrbereitschaftsdienst, Zuschüsse zu Sicherheitseinrichtungen sowie die Kostenerstattung einer jährlichen Gesundheitsvorsorgeuntersuchung. Die Sachbezüge und sonstigen Leistungen werden mit ihren Kosten oder in Höhe ihres geldwerten Vorteils berücksichtigt.

Erfolgsbezogene Komponenten

Kurzfristige variable Barvergütung

Die Vergütungsstruktur beinhaltet erfolgsunabhängige und erfolgsbezogene Komponenten.

Die kurzfristige variable Barvergütung (STI) richtet sich nach dem geschäftlichen Erfolg des Unternehmens im Berichtsjahr. Die Höhe des STI hängt von der Zielerreichung von drei Teilkomponenten – der Konzern-, der Divisions- und der individuellen Komponente – ab, die jeweils zu einem Drittel in die Erfolgsmessung einfließen. Bei der Erfolgsmessung werden dabei sowohl die positiven als auch die negativen Entwicklungen berücksichtigt. Im Rahmen der Anpassung des Vergütungssystems wurden ab 2016 zum einen die einzelnen Zielparameter des STI an die neue organisatorische Struktur des Konzerns angepasst. Zum anderen wurde die Auszahlung des STI vereinfacht. Diese erfolgt nun vollständig in bar im 2. Quartal des Folgejahres. Eine gesplittete STI-Auszahlung in Form von 50 % Barauszahlung und 50 % in gesperrten virtuellen Bayer-Aktien mit dreijähriger Sperrfrist wird nicht mehr fortgeführt. Die maximale Höhe des STI ist weiterhin auf insgesamt 200 % begrenzt (Cap).

Die einzelnen Zielparameter der drei Teilkomponenten des STI werden für 2016 wie folgt ermittelt:

  • Die Konzernkomponente bemisst sich unverändert am bereinigten Ergebnis je Aktie (core EPS) des Konzerns und ist wie bisher auf 200 % begrenzt.
  • Die Divisionskomponente wird grundsätzlich über den durchschnittlichen Erfolg der Divisionen incentiviert und ist wie bisher auf maximal 300 % begrenzt. Für die Vorstandsmitglieder mit funktionaler Verantwortung wird der durchschnittliche Erfolg anhand folgender Gewichtung ermittelt: Pharmaceuticals mit 50 %, Consumer Health mit 20 % und Crop Science (inklusive Animal Health) mit 30 %. Die Vorstandsmitglieder mit divisionaler Verantwortung werden für dieses Drittel zu 100 % mit dem Ergebnis ihrer Division incentiviert. Covestro ist in der Divisionskomponente aufgrund seiner rechtlichen und wirtschaftlichen Verselbstständigung nicht enthalten. Die Beurteilung der Divisions-Performance ist zu 70 % an die Zielerreichung der finanzwirtschaftlichen Ziele gekoppelt, gemessen an der um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA-Marge und dem Umsatzwachstum der Division. Zu 30 % ist der Erfolg an die Erreichung der qualitativen Ziele, wie beispielsweise dem Innovationsfortschritt oder der Erreichung der Ziele für Sicherheit, Compliance und Nachhaltigkeit, gekoppelt.
  • Die Kriterien für die Zielerreichung in der individuellen Komponente wurden präzisiert. Sie richten sich jetzt zu 50 % nach den Aufgaben und den daraus abgeleiteten persönlichen Zielen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und zu 50 % nach dem individuellen Beitrag zur Erreichung der Konzernziele. Die jährliche Festlegung der individuellen Ziele für die Vorstandsmitglieder sowie die Erfolgsmessung erfolgt durch den Aufsichtsrat.

Komponenten der kurzfristigen variablen Barvergütung (STI)

Komponenten der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) (Grafik)Komponenten der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) (Grafik)

Langfristige aktienbasierte Barvergütung (LTI)

Mitglieder des Vorstands sind zur Teilnahme an den jährlichen Tranchen des langfristigen aktienbasierten Vergütungsprogramms „Aspire“ berechtigt, soweit sie nach vorgegebenen Richtlinien eine individuell festgelegte Anzahl an Bayer-Aktien als Eigeninvestment erwerben und so lange halten, wie sie für den Bayer-Konzern tätig sind.

Im Rahmen der Anpassung des Vergütungssystems des Vorstands im Geschäftsjahr 2016 wurde eine neue Systematik des Bayer-Aspire-Programms (Aspire 2.0) eingeführt. Der 2016 aufgelegten neuen Aspire 2.0-Tranche werden Zielbeträge in Aussicht gestellt, die sich grundsätzlich aus dem vertraglich vereinbarten Zielprozentsatz bezogen auf die Festvergütung ergeben. Darüber hinaus wird der jeweilige Startwert durch den individuellen STI- Auszahlfaktor des jeweiligen Vorstandsmitglieds für das Jahr vor der Auflage der jeweiligen Tranche beeinflusst. Die Erfolgsmessung erfolgt nach vier Jahren auf Basis des über die letzten 30 Handelstage des Geschäftsjahres ermittelten Durchschnittskurses, der relativen Performance der Bayer-Aktie zum EURO STOXX 50 sowie der zwischenzeitlich gezahlten Dividenden („Total Shareholder Return-Ansatz“). Die Obergrenze bei Aspire 2.0 beträgt 250 %, beim Vorgängerprogramm betrug sie 300 %. Damit besteht auch weiterhin ein konsistentes Vergütungssystem zwischen dem Vorstand und den nachgelagerten Managementebenen. Für den Vorstand wurde allerdings bezogen auf den LTI-Plan mit dem vorgenannten relativen Abgleich mit dem Euro STOXX 50 eine zusätzliche Performance-Messung eingeführt.

Die bis 2015 aufgelegten Tranchen des Aspire-Programms beruhen bis zu deren Ablauf weiterhin auf dem sogenannten Aspire-Zielbetrag, der als vertraglich vereinbarter Prozentsatz der jährlichen Festvergütung definiert ist. In Abhängigkeit von der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie sowie von der relativen Performance im Vergleich zum Aktienindex EURO STOXX 50 wird nach Ablauf der jeweiligen Programme an die Teilnehmer ein Betrag zwischen 0 % und maximal 300 % des Aspire-Zielbetrags ausgezahlt.

Darstellung der Tranchen des Aspire-Programms

Darstellung der Tranchen des Aspire-Programms (Balkendiagramm)Darstellung der Tranchen des Aspire-Programms (Balkendiagramm)

Bei einem Eintritt in den Ruhestand werden zu diesem Zeitpunkt laufende Aspire-Tranchen ggf. wertmäßig gekürzt. Die Kürzung orientiert sich an der Dauer der aktiven Vorstandstätigkeit während des ersten Jahres der Laufzeit der Tranche.

Share Ownership Guidelines

Als Voraussetzung für die Auszahlung aus dem LTI-Programm müssen die Mitglieder des Vorstands sogenannte Eigeninvestment-Anforderungen erfüllen. Ab 2016 gilt, dass innerhalb einer vierjährigen Frist Bayer-Aktien im Wert von 75 % der Festvergütung aufzubauen und bis zum Ablauf der Vorstandsbestellung zu halten sind. Der Nachweis über die Erfüllung dieser Verpflichtung ist von den Vorstandsmitgliedern erstmalig nach Ablauf der vierjährigen Aufbaufrist zu erbringen und jährlich zu erneuern. Der Wert der zu haltenden Aktien ist im Falle signifikanter Änderungen der Festvergütung anzupassen.

Pensionszusagen (Alters- und Hinterbliebenenversorgung)

Der jährliche Pensionsanspruch der Vorstandsmitglieder beruht auf einer beitragsbezogenen Zusage. Bayer stellt jährlich einen fiktiven Beitrag in Höhe von 42 % (bis 2015: 33 %) der jeweiligen Festvergütung zur Verfügung. Dieser Prozentsatz setzt sich zusammen aus einem Grundbeitrag von 6 % und einem Matching-Beitrag von 36 % (bis 2015: 27 %), dem Vierfachen (bis 2015: dem Dreifachen) des Eigenbeitrags des Vorstandsmitglieds von 9 %. Mit der Erhöhung des Matching-Beitrags ab 2016 wurde die beitragsbezogene betriebliche Altersversorgung an die Marktverhältnisse angepasst. Der gesamte jährliche Beitragsaufwand wird nach der Verrentungstabelle eines Versicherungstarifs der Rheinischen Pensionskasse VVaG in einen Rentenbaustein umgewandelt. Der jährliche Pensionsanspruch bei Pensionierung ergibt sich als Summe der angesammelten Rentenbausteine einschließlich einer Überschussbeteiligung. Die Überschussbeteiligung wird jährlich auf Basis der in der Rheinischen Pensionskasse VVaG erzielten Nettorendite abzüglich der im Tarif eingerechneten und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigten Mindestverzinsung ermittelt. Zukünftige Pensionsleistungen werden jährlich überprüft und unter Berücksichtigung der Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst.

Abweichend hierzu existieren zusätzlich besondere individuelle Vereinbarungen für folgende Vorstandsmitglieder:

  • Werner Baumann – hat eine unverfallbare Pensionszusage über eine jährliche Pensionsleistung von 200 T € ab Vollendung des 60. Lebensjahres erhalten. Diese wird zeitanteilig gekürzt, soweit die Dienstzeit unter bestimmten Bedingungen vor Vollendung des 60. Lebensjahres endet.
  • Dr. Marijn Dekkers – ist berechtigt nach Ausscheiden aus dem Bayer-Konzern eine lebenslange monatliche Rente zu beziehen oder eine Kapitalauszahlung zu erhalten, jedoch nicht vor Erreichen des 60. Lebensjahres. Er hat sich für die Auszahlung einer lebenslangen monatlichen Rente entschieden.
  • Kemal Malik – hat eine unverfallbare Pensionszusage über eine jährliche Pensionsleistung von 80 T € ab Vollendung des 65. Lebensjahres erhalten. Diese wird zeitanteilig gekürzt, soweit die Dienstzeit unter bestimmten Bedingungen vor Vollendung des 65. Lebensjahres endet.
  • Erica Mann – hat bei der Auszahlung der Pensionsleistungen eine Option auf eine lebenslange monatliche Rente oder eine Kapitalauszahlung.

Im Rahmen eines Treuhandvertrages (Contractual Trust Agreement = CTA) werden zur Deckung von aus Direktzusagen resultierenden Pensionszusagen in Deutschland treuhänderisch Vermögenswerte im Bayer Pension Trust e. V. verwaltet. Dies führt zu einer zusätzlichen – über die Leistungen des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSV) hinausgehenden – materiellen Absicherung der betreffenden Pensionsverpflichtungen der Vorstandsmitglieder in Deutschland.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Nachvertragliche Wettbewerbsverbote

Mit den Vorstandsmitgliedern bestehen nachvertragliche Wettbewerbsverbote, die eine von der Gesellschaft zu zahlende Entschädigung für die Dauer des Bestehens des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots von zwei Jahren vorsehen. Diese Entschädigung beträgt 100 % der durchschnittlichen Festvergütung der letzten zwölf Monate vor dem Ausscheiden.

Change of Control

Für die Mitglieder des Vorstands bestehen Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels, die unter bestimmten Voraussetzungen Abfindungszahlungen vorsehen. Die mögliche Höhe der Abfindungszahlungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ist entsprechend der Empfehlung in Nummer 4.2.3 des DCGK auf maximal drei Jahresvergütungen begrenzt. Die verbleibende Vergütung bis zum Ablauf des Dienstvertrags wird dabei nicht überschritten.

Arbeitsunfähigkeit

Im Falle einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit werden den Vorstandsmitgliedern die vertraglich festgelegten Bezüge weiter bezahlt. Die Bayer AG kann den Dienstvertrag vorzeitig beenden, wenn das Vorstandsmitglied ununterbrochen mindestens 18 Monate arbeitsunfähig ist und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen (dauernde Arbeitsunfähigkeit). Bei Beendigung des Vertrags mit dem Vorstandsmitglied aufgrund einer dauernden Arbeitsunfähigkeit vor dem 60. Lebensjahr wird eine Invalidenpension gewährt. Für die vor 2013 bestellten Vorstandsmitglieder beträgt die Höhe der Invalidenpension ähnlich wie die Höhe der Pensionszusagen mindestens 15 % der letzten Festvergütung und kann sich durch weitere im Bayer-Vorstand zurückgelegte Dienstjahre auf maximal 60 % erhöhen. Für die ab 2013 bestellten Vorstandsmitglieder entspricht die Höhe der Invalidenpension aus dem Vorstandsvertrag der zum Zeitpunkt der Beendigung des Vertrags erreichten Anwartschaft, ggf. zuzüglich einer Zurechnungszeit bis zum 55. Lebensjahr.

Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2016

Vergütungsstruktur an die neue Organisation angepasst.

Die Gesamtbezüge für die Vorstandstätigkeit beliefen sich 2016 insgesamt auf 28.445 T € (Vorjahr: 17.918 T €). Davon entfielen 7.049 T € (Vorjahr: 4.662 T €) auf erfolgsunabhängige Komponenten und 21.396 T € (Vorjahr: 13.256 T €) auf erfolgsbezogene Komponenten der Vergütung. Der Dienstzeitaufwand der Pensionszusagen betrug 2.887 T € (Vorjahr: 1.847 T €).

Im Berichtsjahr 2016 ergaben sich in der Zusammensetzung des Vorstands folgende Änderungen:

  • Zum 1. Januar 2016 trat Dr. Hartmut Klusik die Nachfolge für Michael König als Vorstand für Personal, Technologie und Nachhaltigkeit an.
  • Zum 1. Januar 2016 wurden in Ergänzung zu den existierenden Ressorts weitere drei Ressorts mit besonderer Verantwortung für die neu definierten operativen Divisionen des Konzerns geschaffen und folgende neuen Vorstandsmitglieder in den Vorstand berufen:
  • Dieter Weinand verantwortlich für die Division Pharmaceuticals
  • Erica Mann verantwortlich für die Division Consumer Health
  • Liam Condon verantwortlich für die Division Crop Science
  • Zum 30. April 2016 wurde der Vorstandsvertrag von Dr. Marijn Dekkers einvernehmlich vorzeitig beendet.
  • Zum 1. Mai 2016 wurde Werner Baumann als Vorstandsvorsitzender der Bayer AG und als Nachfolge für Dr. Marijn Dekkers bestellt.

Der Vorstand der Bayer AG setzte sich zum 31. Dezember 2016 aus sieben Mitgliedern zusammen.

Die Gesamtbezüge nach HGB der einzelnen im Jahr 2015 und / oder 2016 tätigen Vorstandsmitglieder sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

Gesamtbezüge des Vorstands (HGB)

 

 

Festvergütung

 

Sachbezüge und sonstige Leistungen

 

Kurzfristige variable Barvergütung1

 

Langfristige variable Barvergütung über virtuelle Bayer-Aktien (50 %-STI)2

 

Langfristige variable Barvergütung (Aspire)3

 

Gesamtbezüge

 

Dienstzeitaufwand Pensionszusagen4

 

 

2015

2016

 

2015

2016

 

2015

2016

 

2015

2015

2016

 

2015

2016

 

2015

2016

 

2015

2016

 

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in Stück

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

1

Gemäß der geänderten Systematik des Vergütungssystems für die VS-Mitglieder erfolgt seit 2016 die STI-Auszahlung zu 100 % in Form einer Barauszahlung. Eine gesplittete STI-Auszahlung in Form einer 50 %-Barauszahlung und einer 50 %-Auszahlung über die virtuellen Bayer-Aktien mit einer dreijährigen Sperrfrist erfolgte letztmalig 2015.

2

Langfristige variable Barvergütung über virtuelle Bayer-Aktien wird beginnend mit dem Geschäftsjahr 2016 nicht mehr fortgeführt.

3

Bewertung als beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung. In 2016 ist die neue Aspire-Tranche 2.0 enthalten. Für Dr. Marijn Dekkers wird diese als 4/12 des Gewährungsbetrags für Aspire 2.0 angegeben.

4

Inkl. Arbeitgeberaufwand zur Bayer-Pensionskasse bzw. Rheinischen Pensionskasse VVaG und zu einer ausländischen Pensionskasse

5

Die im Vorjahr erhöhte variable Vergütung für Werner Baumann resultierte insbesondere auch aus der temporären Leitung von Bayer HealthCare zusätzlich zu seiner originären Vorstandstätigkeit.

6

Dr. Marijn Dekkers erhält zusätzlich noch eine Abfindung in Höhe von 4.341 T €. Diese stellt ihn so, als wenn er regulär bis zum 31. Dezember 2016 gearbeitet hätte und anschließend in den Ruhestand gegangen wäre.

Zum 31.12.2016 amtierende Vorstandsmitglieder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werner Baumann (Vorsitzender)5

 

906

1.285

 

47

47

 

1.237

2.329

 

10.377

1.237

 

262

1.983

 

3.689

5.644

 

227

764

Liam Condon

 

800

 

44

 

1.106

 

 

1.624

 

3.574

 

330

Johannes Dietsch

 

725

750

 

44

83

 

917

978

 

7.698

917

 

210

1.522

 

2.813

3.333

 

220

318

Dr. Hartmut Klusik

 

750

 

140

 

1.053

 

 

1.522

 

3.465

 

316

Kemal Malik

 

725

775

 

40

35

 

917

1.050

 

7.698

917

 

210

1.573

 

2.809

3.433

 

222

318

Erica Mann

 

750

 

182

 

798

 

 

1.522

 

3.252

 

219

Dieter Weinand

 

800

 

34

 

1.274

 

 

1.623

 

3.731

 

240

Ehemalige Vorstandsmitglieder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Marijn Dekkers6

 

1.374

475

 

40

99

 

1.995

475

 

16.739

1.995

 

398

964

 

5.802

2.013

 

967

382

Michael König

 

725

 

36

 

917

 

7.698

917

 

210

 

2.805

 

211

Gesamt

 

4.455

6.385

 

207

664

 

5.983

9.063

 

50.210

5.983

 

1.290

12.333

 

17.918

28.445

 

1.847

2.887

Jährliche Festvergütung

Im Jahr 2016 wurde die Festvergütung der Vorstandsmitglieder angepasst und betrug für alle Vorstandsmitglieder insgesamt 6.385 T € (Vorjahr: 4.455 T €).

Kurzfristige variable Barvergütung

Die kurzfristige variable Barvergütung nach Abzug des Solidarbeitrags betrug im Jahr 2016 für alle Vorstandsmitglieder insgesamt 9.063 T € (Vorjahr: 5.983 T €) und wurde für die zum 31. Dezember 2016 amtierenden Vorstandsmitglieder in Höhe von 8.588 T € (Vorjahr: 5.983 T €) zurückgestellt. Den Solidarbeitrag gemäß den Vereinbarungen mit den Arbeitnehmervertretern zur Beschäftigungssicherung leisten alle Mitarbeiter in den betreffenden Gesellschaften zum Erhalt von Arbeitsplätzen an den deutschen Standorten. Für das Geschäftsjahr 2016 beträgt dieser Beitrag 0,27 % (Vorjahr: 0,20 %) der individuellen STI.

Langfristige variable Barvergütung über virtuelle Bayer-Aktien

Bedingt durch die Anpassung des Vergütungssystems für den Vorstand mit Wirkung zum 1. Januar 2016 entfiel diese Vergütungskomponente im Berichtsjahr 2016.

Die Umwandlung von 50 % des STI in virtuelle Bayer-Aktien erfolgte letztmalig im Berichtsjahr 2015 unter Zugrundelegung des Durchschnittskurses von 119,17 €. Der im Vorjahr nach HGB in den Gesamtbezügen enthaltene Wert für die langfristige Barvergütung über virtuelle Bayer-Aktien betrug 5.983 T €. Nach IFRS werden darüber hinaus entstandene Wertänderungen bisheriger Ansprüche im Geschäftsjahr in Höhe von −1.275 T € (Vorjahr: 556 T €) in die Vorstandsvergütung mit einbezogen.

Zum 31. Dezember 2016 wurden Rückstellungen in Höhe von 7.777 T € (Vorjahr: 18.663 T €) für die zukünftigen Auszahlungen der auf virtuellen Bayer-Aktien basierten Ansprüche der Vorjahre für die aktiven Vorstandsmitglieder gebildet. In dem Betrag sind auch die jährlichen Dividenden aus den Vorjahren enthalten.

Langfristige aktienbasierte Barvergütung (Aspire)

In den Gesamtbezügen (HGB) ist die langfristige aktienbasierte Barvergütung (Aspire) mit dem beizulegenden Zeitwert bei Gewährung in Höhe von 12.333 T € (Vorjahr: 1.290 T €) enthalten.

Nach IFRS umfasst die Gesamtvergütung den beizulegenden Zeitwert des in dem jeweiligen Geschäftsjahr erdienten Teilanspruchs. Dies bedeutet, dass ab dem Jahr der Gewährung bei einem vierjährigen Erdienungszeitraum der jeweilige beizulegende Zeitwert über vier Jahre aufwandswirksam erfasst wird. Zusätzlich wird die Wertänderung bereits erdienter Anteile der noch laufenden Aspire-Tranchen der Vorjahre als aktienbasierte Entlohnung nach IFRS ausgewiesen.

Vorstandsvergütung aufgrund von Aspire (IFRS)

 

 

 

 

Zum 31. Dezember 2016 amtierende Vorstandsmitglieder

 

Ehemalige Vorstands­mitglieder

 

 

 

 

 

 

Werner Baumann (Vorsitzender)

Liam Condon3

Johannes Dietsch3

Dr. Hartmut Klusik3

Kemal Malik3

Erica Mann3

Dieter Weinand3

 

Dr. Marijn Dekkers

Michael König3

 

Gesamt

 

 

 

 

in T €

in T €

in T €

in T €

in T €

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in T €

1

Die langfristige variable Vergütung der neu erdienten Ansprüche umfasst die Aspire-Programme aus den Jahren 2013 – 2016 (Vorjahr: 2012 – 2015), da diese Vergütungen über einen Zeitraum von vier Geschäftsjahren erdient werden. Sie sind mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert während des Erdienungszeitraums 2015 bzw. 2016 bewertet.

2

Die Wertänderung bisheriger Ansprüche bezieht sich auf die Wertänderungen bereits erdienter Ansprüche in den Jahren 2013, 2014 und 2015 (Vorjahr: 2012, 2013 und 2014).

3

Die 2015 und 2016 erdienten Aspire-Ansprüche sowie die Wertänderungen bei Liam Condon, Johannes Dietsch, Dr. Hartmut Klusik, Kemal Malik, Erica Mann, Dieter Weinand und Michael König beziehen sich zum Teil auf Aspire-Tranchen, die ihnen vor ihrer Vorstandsbestellung gewährt wurden, jedoch noch nicht vollständig erdient sind.

Im laufenden Jahr erdiente aktienbasierte Vergütung1

 

2016

 

715

506

413

414

431

848

369

 

1.521

 

5.217

 

2015

 

597

225

263

 

980

265

 

2.330

Wertänderungen bisheriger Ansprüche2

 

2016

 

−120

−83

−57

−47

−98

−165

−69

 

−284

 

−923

 

2015

 

71

21

48

 

108

24

 

272

Summe

 

2016

 

595

423

356

367

333

683

300

 

1.237

 

4.294

 

2015

 

668

246

311

 

1.088

289

 

2.602

Für die zum 31. Dezember 2016 amtierenden Vorstandsmitglieder wurden Rückstellungen für die Aspire-Ansprüche in Höhe von 7.288 T € (Vorjahr: 7.110 T €) gebildet. Davon beziehen sich 302 T € auf die bis 2015 begebenen Tranchen und 2.314 T € auf die Tranche 2016.

Pensionszusagen

Im laufenden Jahr wurde für die Vorstandsmitglieder ein Dienstzeitaufwand in Höhe von insgesamt 2.887 T € (Vorjahr: 1.847 T €) nach HGB bzw. 3.902 T € (Vorjahr: 2.891 T €) nach IFRS aufwandswirksam berücksichtigt. In der folgenden Übersicht sind der auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallende Dienstzeitaufwand und der Barwert der Pensionsverpflichtungen dargestellt.

Pensionszusagen nach HGB und IFRS

 

 

HGB

 

IFRS

 

 

Dienstzeitaufwand Pensionszusagen1

 

Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2

 

Dienstzeitaufwand für im laufenden Jahr erdiente Pensionszusagen

 

Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung zum 31.12.

 

 

2015

2016

 

2015

2016

 

2015

2016

 

2015

2016

 

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

 

in T €

in T €

1

inklusive Arbeitgeberbeitrag zur Bayer-Pensionskasse, Rheinischen Pensionskasse VVaG und einer ausländischen Pensionskasse

2

Pensionsansprüche gegenüber ausländischen Tochterunternehmen und Bayer-Pensionskassen wurden mit ihrem Barwert der Pensionsverpflichtung gemäß IFRS berücksichtigt.

3

Dr. Marijn Dekkers ist mit Ablauf des 30. April 2016 aus dem Vorstand ausgeschieden.

4

Michael König ist mit Ablauf des 31. Dezember 2015 aus dem Vorstand ausgeschieden.

Zum 31.12.2016 amtierende Vorstandsmitglieder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werner Baumann (Vorsitzender)

 

227

764

 

7.022

7.452

 

385

1.054

 

10.131

12.429

Liam Condon

 

330

 

2.151

 

487

 

3.860

Johannes Dietsch

 

220

318

 

2.681

2.854

 

355

431

 

3.995

4.882

Dr. Hartmut Klusik

 

316

 

4.533

 

399

 

6.782

Kemal Malik

 

222

318

 

516

1.990

 

372

438

 

1.700

2.507

Erica Mann

 

219

 

7.199

 

288

 

7.232

Dieter Weinand

 

240

 

468

 

322

 

735

Ehemalige Vorstandsmitglieder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Marijn Dekkers3

 

967

382

 

11.014

 

1.418

483

 

14.106

Michael König4

 

211

 

2.371

 

361

 

3.559

Gesamt

 

1.847

2.887

 

23.604

26.647

 

2.891

3.902

 

33.491

38.427

Der Dienstzeitaufwand für die Pensionszusagen weicht aufgrund unterschiedlicher Bewertungsansätze für den Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen nach HGB sowie für den Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen nach IFRS voneinander ab.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Aufgrund der vorzeitigen einvernehmlichen Beendigung zum 30. April 2016 des bis zum 31. Dezember 2016 laufenden Dienstvertrags von Dr. Marijn Dekkers wurden mit ihm zu gewährende Leistungen in Höhe von 4.341 T € nach HGB bzw. 4.542 T € nach IFRS vereinbart. Diese setzen sich aus dem Festeinkommen, den kurzfristigen variablen Einkommenskomponenten, Aspire und dem Dienstzeitaufwand für Altersversorgung, jeweils für den Zeitraum vom 1. Mai 2016 bis 31. Dezember 2016, zusammen. Für die Zwecke der betrieblichen Altersversorgung und des Aspire-Programms wurde Herr Dr. Dekkers so gestellt, als wäre er noch bis zum 31. Dezember 2016 teilnahmeberechtigt gewesen. Das Festeinkommen und die kurzfristige variable Einkommenskomponente in Höhe von insgesamt 1.900 T € wurden im Mai 2016 ausbezahlt. Die Auszahlung der Aspire-Tranchen erfolgt jeweils nach Ablauf der Programmlaufzeit auf Basis der Programmparameter. Das nachvertragliche Wettbewerbsverbot von Dr. Marijn Dekkers wurde anlässlich der Verlängerung seines Vorstandsvertrags im Juni 2014 entsprechend der zuletzt auch in einem vergleichbaren Fall geübten Praxis entschädigungslos aufgehoben.

Im Zusammenhang mit der vorzeitigen einvernehmlichen Beendigung zum 31. Dezember 2015 des bis zum 31. März 2016 laufenden Dienstvertrags von Michael König wurden mit ihm zu gewährende Leistungen in Höhe von 1.131 T € vereinbart. Diese setzen sich aus dem Festeinkommen, kurzfristigen variablen Einkommenskomponenten, Aspire und dem Dienstzeitaufwand für Altersversorgung, jeweils für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016, sowie dem beizulegenden Zeitwert aus der beschleunigten Erdienung der bisherigen Aspire-Tranchen zusammen. Das Festeinkommen und die kurzfristige variable Einkommenskomponente in Höhe von insgesamt 375 T € kamen im 1. Halbjahr 2016 zur Auszahlung. Die Auszahlung der Aspire-Tranchen erfolgt jeweils nach Ablauf der Programmlaufzeit auf Basis der Programmparameter. Für Michael König besteht zudem gemäß dem Vorstandsvertrag ein zweijähriges Wettbewerbsverbot bis zum 31. Dezember 2017. Die daraus resultierende Karenzentschädigung von 725 T € pro Jahr wird ihm in monatlichen Raten ausbezahlt.

Die Gesamtvergütung des Vorstands nach IFRS wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Vorstandsvergütung nach IFRS

 

 

2015

 

2016

 

 

in T €

 

in T €

Festvergütung

 

4.455

 

6.385

Sachbezüge und sonstige Leistungen

 

207

 

664

Summe der kurzfristigen erfolgsunabhängigen Vergütung

 

4.662

 

7.049

Kurzfristige erfolgsabhängige Barvergütung

 

5.983

 

9.063

Summe der kurzfristigen Vergütung

 

10.645

 

16.112

Im laufenden Jahr erdiente aktienbasierte Vergütung über virtuelle Bayer-Aktien

 

5.983

 

Wertänderung bisheriger Ansprüche aus der aktienbasierten Vergütung über virtuelle Bayer-Aktien

 

556

 

−1.275

Im laufenden Jahr erdiente aktienbasierte Vergütung Aspire

 

2.330

 

5.217

Wertänderung bisheriger Ansprüche aus der aktienbasierten Vergütung Aspire

 

272

 

−923

Summe der aktienbasierten Vergütung (Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung)

 

9.141

 

3.019

Dienstzeitaufwand für im laufenden Jahr erdiente Pensionszusagen

 

2.891

 

3.902

Summe der langfristigen Vergütung

 

12.032

 

6.921

Abfindung im Zusammenhang mit der Beendigung eines Dienstvertrags

 

1.131

 

4.542

Gesamtvergütung (nach IFRS)

 

23.808

 

27.575