Ertragslage Bayer AG

Gewinn- und Verlustrechnung Bayer AG nach HGB

 

 

2015

 

2016

 

 

in Mio. €

 

in Mio. €

Umsatzerlöse

 

86

 

390

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

 

−88

 

−353

Bruttoergebnis vom Umsatz

 

−2

 

37

Vertriebskosten

 

−3

 

−39

Forschungs- und Entwicklungskosten

 

 

−46

Allgemeine Verwaltungskosten

 

−324

 

−666

Sonstige betriebliche Erträge

 

13

 

48

Sonstige betriebliche Aufwendungen

 

−86

 

−227

Operatives Ergebnis

 

−402

 

−893

Beteiligungsergebnis

 

2.444

 

4.647

Zinsergebnis

 

−484

 

54

Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

 

409

 

163

Finanzergebnis

 

2.369

 

4.864

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

 

−606

 

−371

Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss

 

1.361

 

3.600

Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen / Einstellung in andere Gewinnrücklagen

 

706

 

−1.367

Bilanzgewinn

 

2.067

 

2.233

Jahresüberschuss deutlich verbessert

Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 wurden die bislang selbstständigen Tochtergesellschaften Bayer HealthCare AG und Bayer Technology Services GmbH auf die Bayer AG verschmolzen. Aus diesem Grund war vor allem das operative Ergebnis – insgesamt wie auch in seinen einzelnen Komponenten – nur bedingt mit dem des Vorjahres vergleichbar. Es lag mit –893 Mio. € deutlich unter dem Wert des Jahres 2015. Unter Berücksichtigung der Vorjahresergebnisse der beiden verschmolzenen Gesellschaften von zusammen –199 Mio. € ergab sich für das Vorjahr ein Vergleichswert von –601 Mio. € und, verglichen hiermit, ein Ergebnisrückgang um 292 Mio. €. Hiervon resultierten 198 Mio. € aus erstmals bei der Bayer AG angesetzten Drohverlustrückstellungen für Absatz- und Lizenzgeschäfte, die mit Verpachtung des Geschäfts der Bayer Pharma AG und der Bayer CropScience AG zum 1. Januar 2017 auf die Bayer AG übergegangen sind. Entsprechend wurden die für den Sachverhalt gebildeten Rückstellungen bei beiden Tochtergesellschaften ertragswirksam aufgelöst. Um 74 Mio. € höhere Aufwendungen für verschiedene Projekte, unter anderem im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme der Monsanto Company, führten zum weiteren Ergebnisrückgang.

Das Beteiligungsergebnis stieg um 2.203 Mio. € auf 4.647 Mio. €. Die Bayer Pharma AG verbesserte ihr Ergebnis deutlich und steuerte mit 3.011 Mio. € (Vorjahr: 1.793 Mio. €) den größten Ergebnisbeitrag bei. Wesentliche Umsatzsteigerungen bei den margenstarken Produkten Xarelto™ und Adempas™ sowie ein verbessertes Beteiligungs-, Zins- und Währungsergebnis führten zur Ergebnissteigerung. Die Bayer CropScience AG erzielte mit 1.017 Mio. € (Vorjahr: 964 Mio. €) ein leicht über dem Vorjahr liegendes Ergebnis, was bei Fortfall von im Vorjahr enthaltenen Einmalerträgen aus einem Patentrechtsstreit auf ein verbessertes operatives Bruttoergebnis und auf ein deutlich höheres Kursergebnis zurückzuführen war. Nennenswerte Organergebnisse kamen darüber hinaus mit –50 Mio. € (Vorjahr: –118 Mio. €) von der Bayer Business Services GmbH sowie mit 204 Mio. € (Vorjahr: 149 Mio. €) von der Siebte Bayer VV GmbH, die regelmäßige Dividenden einer US-Tochtergesellschaft erhält, die für die Bayer Health Care LLC das US-Export-Geschäft abwickelt. Neben den Organergebnissen wurden 2016 Beteiligungserträge von 329 Mio. €, darunter 91 Mio. € von der Covestro AG, sowie Gewinne aus dem Abgang von Beteiligungen von 130 Mio. € erzielt.

Das Zinsergebnis, im Vorjahr mit –484 Mio. € negativ, hat sich deutlich verbessert und war im Berichtsjahr mit 54 Mio. € positiv. Dies war nahezu ausschließlich auf einen Ertrag aus der Bewertung der Pensions- und sonstigen langfristigen Personalrückstellungen zurückzuführen. Aufwendungen aus deren Aufzinsung wurden durch zinsbedingte versicherungsmathematische Gewinne sowie durch Wertzuwächse des Deckungsvermögens um 303 Mio. € überkompensiert. Im Vorjahr ergab sich saldiert ein Aufwand von 276 Mio. €. Der verbliebene Zinsaufwandssaldo von 249 Mio. € (Vorjahr: 208 Mio. €) entfiel mit 53 Mio. € (Vorjahr: –29 Mio. €) auf Gesellschaften des Konzerns und mit 196 Mio. € (Vorjahr: 179 Mio. €) auf Dritte, davon mit 189 Mio. € (Vorjahr: 228 Mio. €) auf die Gläubiger der Anleihen und Commercial-Paper-Programme.

Der positive Saldo aus den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen betrug 163 Mio. € (Vorjahr: 409 Mio. €). Grund für den Rückgang war insbesondere ein im Vorjahr enthaltener Einmalertrag von 217 Mio. € aus der Ablösung von Pensionslasten ehemaliger Mitarbeiter durch die Covestro Deutschland AG. Zudem waren die Erträge aus der Weiterbelastung von Pensionsaufwendungen für die bei der Bayer AG nach Ausgliederung des operativen Geschäfts in den Jahren 2002 und 2003 verbliebenen Pensionäre an sonstige Tochtergesellschaften mit lediglich 4 Mio. € deutlich niedriger als im Jahr zuvor mit 178 Mio. €. Ursächlich hierfür waren die gesunkenen Pensionsaufwendungen, die mit ihrem Zinsanteil im Zinsergebnis und ansonsten in den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst waren. Gebühren für gewährte Syndizierte Kreditfazilität Vereinbarung über eine Kreditlinie mit einer Gruppe von Banken meist für umfangreiche Finanzierungen wie Akquisitionen, zur Erweiterung der zur Verfügung stehenden Liquiditätsreserven oder als Sicherung für ausgegebene Schuldverschreibungen. Die Kreditlinie kann flexibel innerhalb der Laufzeit in Teilen oder ganz gezogen werden und auch wieder zurückgeführt werden. , im Jahr 2016 insbesondere im Zusammenhang mit der Finanzierung des geplanten Monsanto-Erwerbs, fielen mit 57 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €) an. Gegenläufig verhielt sich das Ergebnis aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie aus der Bewertung entsprechender Derivate mit 179 Mio. € gegenüber 6 Mio. € im Vorjahr.

Insgesamt wurde mit 3.971 Mio. € (Vorjahr: 1.967 Mio. €) ein deutlich über dem Vorjahr liegender Gewinn vor Ertragsteuern erzielt. Gleichwohl sank der Steueraufwand aufgrund der im Vorjahr enthaltenen Steuereffekte im Zusammenhang mit der Bildung des Covestro-Konzerns sowie eines höheren Anteils steuerfreier Beteiligungserträge von 606 Mio. € auf 371 Mio. €. Nach Abzug der Steuern verblieb ein Jahresüberschuss von 3.600 Mio. € (Vorjahr: 1.361 Mio. €). Nach Einstellung eines Betrags von 1.367 Mio. € in die Gewinnrücklagen ergab sich ein Bilanzgewinn von 2.233 Mio. €.

2.233 Mio. €

Bilanzgewinn

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 28. April 2017 vorschlagen, den Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 2,70 € je Aktie (826.947.808 Stück) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 2.117 Mio. € zu verwenden.